IHR ANSPRECHPARTNER:


Bernd Hartmann

Pressesprecher

Software-Cluster

Koordinierungsstelle

Tel. +49 6151 16 75212

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Glossar

Ad-hoc-Vernetzung

Der Zusammenarbeit von Unternehmen, z.B. in einer Supply Chain, gehen heute lange Verhandlungen voraus, in denen alle Konditionen verhandelt und festgeschrieben werden. Ein schneller Wechsel der Partner in einer solcher Kooperation ist daher nicht möglich. Mit ad-hoc-Ver­net­zung wird das angestrebte Szenario beschrieben, das den spontanen, ggf. automatischen Auf­bau von Kooperationen in kurzer Zeit zum Ziel hat.

 

Adaptivität

Unter der Adaptivität eines (Software-)Systems wird die Eigenschaft verstanden, das System leicht an veränderte Gegebenheiten anpassen zu können. Adaptionen beziehen sich vor allem auf fol­gende Aspekte:

  • funktionale und nicht-funktionale Systemanforderungen
  • Anwendungskontext und Nutzerprofile
  • verwendete Datenbasis und Datenformate
  • zugrunde liegende Software- und Hardware-Plattformen Man unterscheidet zwischen Steuerung und Durchführung von Adaptionen.

Die Steuerung umfasst Analysen zum Erkennen, wann Adaptionen durchzuführen sind und welche Adpationen in Frage kommen, sowie das Auslösen der Adaption. Die Durchführung umfasst die Maßnahmen, mit denen das System adaptiert wird. Steuerung und Durchführung können sowohl von der Systemadministration als auch vom System selbst vorgenommen werden.


Agilität

Der Begriff Agilität wird in den Verbundprojekten des Software-Clusters nur im Zusammenhang mit agiler Software-Entwicklung gebraucht, die zum Ziel hat, den Software-Entwicklungsprozess flexibler und schlanker zu machen, als das bei den klassischen Vorgehensmodellen der Fall ist.


Anwender (der emergenten Software)

Anwender sind Personen und/oder Organisationen, die eine Benutzung veranlassen, ohne un­be­dingt selbst direkt Benutzer sein zu müssen.

[Wikipedia] http://de.wikipedia.org/wiki/Anwender (Auszug)


Benutzer

Benutzer (auch: Nutzer oder Endbenutzer) sind die tatsächlich mit emergenter Software arbeitenden Menschen.

[Wikipedia] http://de.wikipedia.org/wiki/Anwender (Auszug)


Benutzerdaten

Nutzerdaten sind alle über einen Benutzer vorliegenden Daten, die emergenter Software zur Verfügung stehen. Dabei handelt es sich sowohl um die Login-Information des Benutzer inklusive eventueller Gruppenzugehörigkeiten als auch um Information über den Benutzerkontext.


Benutzergruppe

Eine Benutzergruppe ist eine Zusammenfassung mehrerer Benutzer zur Vereinfachung der Rechteverwaltung (Standardisierte Nutzungsrecht-Zuteilung zu einer Mehrheit von IT-Anwendern) bei emergenter Software.


Benutzerkontext

Der Kontext eines Benutzers (Benutzerkontext) umfasst zumindest die folgenden Faktoren:

  • Aufgaben: Beschreibung der Informationsbedürfnisse und Vorgänge gemäß der Rolle eines Benutzers bzgl. seiner Tätigkeit im Unternehmen und seiner konkreten Beteiligung an Prozessen; Beziehungen zu anderen Benutzern
  • Zeit: Termine und Phasen in einem Prozessablauf
  • Lokation: Position im physikalischen oder virtuellen Raum und Bewegungen darin
  • Umgebung: Technischer Ressourcen, Geräte, verfügbare Infrastruktur und Dienste


Benutzerschnittstelle (Benutzungsschnittstelle)

Benutzerschnittstelle wird im Software-Cluster verstanden, wie in [Wikipedia] definiert: Mit Benutzerschnittstelle wird das Untersystem in einem Mensch-Maschine-System bezeichnet, mit dem Menschen interagieren. Sie muss, um vom Menschen bedienbar zu sein, speziell auf die Bedürfnisse des Menschen angepasst sein.

[Wikipedia] http://de.wikipedia.org/wiki/Benutzerschnittstelle


Cloudcomputing

Die Bezeichnung Cloud Computing steht für eine IT-Strategie mit verteilten Hard- und Software-Ressourcen, die von einem oder mehreren Providern bereitgestellt und auf Anforderung genutzt werden können. Cloud-Computing stellt sich somit als ein weiterführendes Konzept von Software as a Service (SaaS), Utility-Computing, Grid-Computing und Virtualisierung dar. Grid-Computing ist dabei nur der Aspekt wie die Cloud mit ihren verteilten Servern zu managen ist. Als weitere strukturelle Ansätze gibt es Infrastructure as a Service (IaaS) und Platform as a Service (PaaS).

[http://www.itwissen.info/definition/lexikon/Cloud-Computing.html]


Dienstleistung

Eine Dienstleistung im Sinne der Volkswirtschaftslehre ist ein ökonomisches Gut, bei dem im Unterschied zur Ware nicht die materielle Produktion oder der materielle Wert eines Endproduktes im Vordergrund steht, sondern eine von einer natürlichen Person oder einer juristischen Person zu einem Zeitpunkt oder in einem Zeitrahmen erbrachte Leistung zur Befriedigung eines Bedarfs. Der Erbringer einer solchen Leistung wird als Dienstleister bezeichnet.

[Wikipedia] http://de.wikipedia.org/wiki/Dienstleistung


Dynamische Dienstauswahl

Unter einer Dienstauswahl wird im Kontext von IT-unterstützten Geschäftsprozessen,die Be­stim­mung einer geeigneten Servicekomposition verstanden die der Einhaltung (und auch Optimierung) ge­forderter funktionaler und nicht-funktionaler Parameter entspricht. Eine dynamische Dienst­aus­wahl deckt auch die Reaktion bzw. Anpassung einer Servicekomposition auf (externe) Events oder SLA Abweichungen ab, bei der Replanning Ansätze zum Einsatz kommen. Ziel ist es die, noch nicht abgearbeiteten Prozessschritte mit einer angepassten Servicekomposition zu realisieren, sodass geforderte funktionale und nicht-funktionale Anforderungen eingehalten bzw. optimiert werden.


Emergenz

Emergenz ist die spontane Herausbildung von Phänomenen oder Strukturen auf der Makro­ebene eines Systems auf der Grundlage des Zusammenspiels seiner Elemente. Dabei lassen sich die emergenten Eigenschaften des Systems nicht offensichtlich auf Eigenschaften der Elemente zurückführen, die diese isoliert aufweisen.

[Wikipedia] http://de.wikipedia.org/wiki/Emergenz


Ereignis

Ein Ereignis beschreibt eine potentiell relevante Zustandsänderung in der (realen oder virtuellen) Welt. Ein Ereignis besitzt Eigenschaften. Zu den festen Eigenschaften gehört ein Zeitbezug.


Geschäftsprozess

„Unter einem Geschäftsprozess versteht man die Abfolge von Ereignissen und Funktionen. Dabei ist ein Ereignis der Auslöser für eine Funktion oder auch Tätigkeit.“ [Scheer 2001]


Indikator

Direkt beobachtbare und messbare Sachverhalte (z.B. Schuljahre, Schulabschluss)


Interoperabilität

Interoperabilität liegt vor, wenn unabhängige, ggf. heterogene Systeme ohne gegenseitige Störung zusammenarbeiten, um eine Gesamtleistung zu erbringen, ohne dass dazu vorherige Abstimmungen zwischen den Systemen notwendig sind. Im Gegensatz dazu wird Kompatibilität z.B. in Wikipedia definiert als „Austauschbarkeit von Baugruppen, die Vereinbarkeit oder die Gleich­wertigkeit von Eigenschaften“.


Latentes Konstrukt

Als Konstrukte werden theoretische Begriffe oder Bestandteile von Theorien begriffen, die nicht direkt beobachtbar und damit latent sind. Sie werden über direkt beobachtbare und messbare Sachverhalte (Indikatoren) ermittelt (z.B. Schuljahre und Schulabschluss als Indikatoren für das latente Konstrukt „formale Bildung“)


Leistungsindikatoren (KPI)

Ein Leistungsindikator ist eine Kennzahl, anhand derer man die Erfüllung wichtiger quan­ti­fizier­barer nicht-funktionaler Eigenschaften messen kann. Beispiele: Antwortzeit, Durchsatz, Wieder­be­nutzungs­grad.


Metadaten

Daten über Daten, beschreibende Daten


Monitore (Erzwingungsmonitore)

Ein Erzwingungsmonitor (engl. reference monitor) ist eine nicht-manipulierbare Instanz, welche die Ausführung eine Applikation überwacht und eine Menge von  Policies durchsetzt. Der Erzwingungsmonitor kapselt eine Applikation und verändert deren Ausführung nur dann, wenn eine der Policies verletzt ist. Dabei hat der Monitor die Möglichkeit, alle Aktionen, die auf dem überwachten Objekt ausgeführt werden bzw. die vom Objekt selbst ausgehen, abzufangen und bezüglich ihrer Gültigkeit in Hinblick auf die Policies zu überprüfen. In der Regel werden von einem Erzwingungsmonitor gültige Aktionen ohne Änderung ausgeführt und ungültige Aktionen verhindert.


Nutzer

siehe Benutzer


Operationalisierung

Angabe einer Anweisung, wie Sachverhalte, die ein Begriff bezeichnet, gemessen werden können (z.B. Schuljahre über Anzahl der Schuljahre an einer allgemeinbildenden Schule)


Orchestrierung (von Software)

Orchestrierung beschreibt die Auswahl und Komposition von Diensten zur Realisierung eines höherwertigen Dienstes oder eines Geschäftsprozesses.


Performance

Unter dem Begriff Performance ist die Leistungsfähigkeit eines Informationssystems zu verstehen. Die Leistungsfähigkeit kann hierzu auf verschiedenen Leistungsebenen (z.B. Unternehmen, Anwender, Prozesse, Software, Hardware) betrachtet werden.

Die Performance umschreibt den Grad der Realisierung von geplanten Tätigkeiten und der Erreichung der erwarteten Resultate. Die systematische, mehrdimensionale Leistungsmessung, -steuerung und -kontrolle sowie Verfolgung verschiedener Anwendungsobjekte oder Leistungsebenen mit dem Ziel der kontinuierlichen Verbesserung der Leistungsfähigkeit bezeichnet man als Performance Management, bezogen auf die Leistungsebene von Geschäftsprozessen spricht man auch von Process Performance Management.


Policy

Eine Policy ist eine Richtlinie, die als eine Menge von Regeln beschrieben ist. Policies können auf verschiedenen Abstraktionsebenen ausgedrückt werden. Eine Policy kann ein abstraktes und intentionales Ziel formulieren, für das keine detaillierten Regeln spezifiziert werden, zum Beispiel „das System soll Daten vertraulich verarbeiten“. Weiterhin gibt es auch Policies auf der technischen Ebene, die genau festlegen, welche Regeln eingehalten werden müssen, zum Beispiel „Daten, die elektronisch die an Dritte versendet werden, müssen mit dem RSA Verschlüsselungsalgorithmus mit einer Schlüssellänge von mindestens 1024-Bit verschlüsselt werden“. Je nach Einsatz verwenden Softwaresysteme eine Policy-Sprache, die geeignete Abstraktionsmechanismen für das Definieren von Regeln bereitstellt und die dazu verwendet wird, um Policies zu definieren.


QoS

siehe Quality-of-Service.


Qualitative Daten

Verbale Beschreibung von Merkmalen oder Merkmalsausprägungen. Die Daten liegen in nicht-numerischer Form vor


Quality-of-Service (QoS)

Laut ITU-T [ITU94] ist Quality-of-Service “Collective effect of service performances which determine the degree of satisfaction of a user of the service”. Das ISO-Referenzmodell [ITU95] definiert “A set of quality requirements on the collective behaviour of one or more objects. Quality of Service may be specified in a contract or measured and reported after the event. The Quality of Service may be parameterized.”

QoS betrachtet die nicht-funktionalen Eigenschaften eines Systems, d.h. es ist nicht wichtig, was geschieht, sondern wie es geschieht. Anforderungen an QoS betrachten ein System aus Benutzersicht als monolithisch, wobei nur Ein- und Ausgaben des Systems als Ganzes relevant sind, nicht das Verhalten der Einzelteile.

[ITU94] ITU-T Recommendation E.800. Terms and Definitions Related to Quality of Service and Network Performance Including Dependability. International Telecommunication Union, CH-Geneva, 1994. (cited on page 2)

[ITU95] ITU-T Recommendation X.902, ISO/IEC 10746:2. Information technology – Open Distributed Processing - Reference Model: Foundations. International Telecommunication Union, CH-Geneva, 1995. (cited on page 2)


Quantitative Daten

Numerische Anweisung, wie Indikator gemessen werden kann (z.B. Jahre, Skala von

0 bis 100).


Queueing-Theorie

Queueing-Theorie (auch Warteschlangentheorie genannt) beschreibt die mathematische Analyse von Warteschlangen. Sie beruht auf Methoden der Wahrscheinlichkeitsrechnung. Damit lassen sich das Verhalten von Warteschlangen wie die durchschnittliche Wartezeit vorhersagen. Die Queueing-Theorie wird in vielen Anwendungsbereichen wie Logistik, Telekommunikation und Computernetzwerke eingesetzt.

Da die Vermeidung von Warteschlangen ein wichtiges Ziel von lean development ist, ergeben sich dort auch erste Anwendungsmöglichkeiten.


SaaS

Siehe Software as a Service.


Selbstheilung

Selbstheilung beschreibt die Eigenschaft eines autonomen System, auf Fehler selbständig so zu reagieren, dass das System vom Fehler automatisch „geheilt“ wird. Die Fehlertoleranz wird durch Ziele vorgegeben, die von menschlichen Experten vordefiniert werden, und die vom System während der Ausführung automatisch bestmöglich verfolgt werden. Das autonome System erkennt dann selbständig, dass ein Fehler vorliegt und entscheidet anhand der vordefinierten Ziele, wie angemessen auf den Fehler reagiert werden kann, indem das System sich selbst oder seine Software anpasst.


Service (Dienst)

Ein Service ist eine Abstraktion, der aus einer Anzahl von Fähigkeiten besteht, die von einem oder mehreren Anbietern Konsumenten angeboten werden. Der Service wird durch eine Konsumenten-Anforderung bereitgestellt.

Es gibt eine Servicebeschreibung, die die Fähigkeiten und die Benutzung des Service beschreibt. Ein Service kann von Menschen, Informationssystemen oder Machinen bereitgestellt werden.

Services können auf sehr unterschiedlichen Abstraktionsstufen bestehen: Services auf hoher Ebene wie „Erstellung eines Maßanzuges“, die durch einen Geschäftsprozess realisiert werden oder Services auf tiefer technischer Ebene wie „Drucken einer Datei“, die durch IT-Services realisert sind.


Service Level Agreement (SLA)

Der Begriff Service-Level-Agreement (SLA) steht für eine Vereinbarung zwischen Auftraggeber und Dienstleister für wiederkehrende oder längerandauernde Dienstleistungen.


SLA

Siehe Service Level Agreement.


Software as a Service (SaaS)

Software als Service, so könnte man das SaaS-Modell ins Deutsche übersetzen. Dieses Modell, das dem Konzept der Application-Service-Provider (ASP) sehr ähnlich ist, basiert darauf, dass der Kunde seine Software nach Bedarf aus dem Internet als Software on Demand herunterladet. Das SaaS-Konzept mit seinem On-Demand-Computing entstand durch die stärker werdende Einbindung des Internet in private und geschäftliche Anwendungen. Da beim SaaS-Ansatz die Kosten für den Betrieb der informationstechnischen Systeme in den Verantwortungsbereich des Anbieters fallen, ist die Nähe zu Application-Service-Providern unverkennbar.

[http://www.itwissen.info/definition/lexikon/software-as-a-service-SaaS.html]


Standards, Standardisierung

Standards sind das Ergebnis der Arbeit von Standardisierungsorganisation wie ANSI, von allgemein anerkannten Konsortien wie W3C (W3C Recommendation), sowie de-facto-Standards.


Transformation (bei Modellierung)

Unter Transformation wird die Umwandlung von Modellen im Sinne eines modellgetriebenen Softwareentwicklungsansatzes verstanden. Die Schwerpunkte liegen dabei auf Modellmodifikationen - die Transformation modifiziert in diesem Fall ein Quellmodell - und Modell-zu-Modell-Transformation, d.h. aus einem oder mehreren Quellmodellen werden ein oder mehrere Zielmodelle transformiert. Die Konsistenz der Modellgesamtheit soll dabei erhalten bleiben.


Virtuelle Machine (VM)

Eine virtuelle Maschine (kurz VM, engl. virtual machine) ist ein virtueller Computer, d.h. ein Computer, der in Form von Software ausgeführt wird, aber keinen echten physikalischen Computer darstellt. Eine virtuelle Maschine wird in erster Linie dazu verwendet, um eine einheitliche Ausführungsumgebung bereitzustellen, und um von der darunterliegenden Hardwareplattform zu abstrahieren, so dass Programme auf verschiedenen Plattformen ausgeführt werden können.


VM

siehe Virtuelle Maschine.


Webservices (Software)

Ein Software-Dienst, der über ein Standard-Protokoll (SOAP) ansprechbar ist.

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